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Fw 190 A8

Fw 190 rote 19

Die Fw 190 A war bei ihrer Einführung den alliierten Jägern leistungsmäßig weit überlegen. Der Standardjäger der RAF, die Spitfire V, wurde so weit übertroffen, dass die Verluste der RAF stark anstiegen. Die britischen Piloten nannten die Fw 190 „Butcher-Bird“. In der Operation Jubilee im Jahre 1942 wurde hauptsächlich die Fw 190 gegen die britischen Spitfire eingesetzt. Das Verhältnis im Luftkampf war 1:3 zugunsten der Briten, etwa 300 Spitfire gegen 115 Fw 190. Am Ende der Schlacht hatte die Luftwaffe 25 Focke-Wulf Fw 190 verloren und die Royal Air Force 106 Supermarine Spitfire. Im August 1942 wurde als Reaktion auf die Fw 190 A der höchstzulässige Ladedruck der Spitfire V von +12 lbs/sqin auf +16 lbs/sqin erhöht, was für niedrige Kampfhöhen eine bedeutende Leistungssteigerung bedeutete. Trotzdem konnte die Spitfire V die Leistung der Fw 190 A nicht erreichen. Für Tiefflugeinsätze wurde daher eine Version des Merlin-Motors mit verkleinertem Kompressorrad hergestellt, die auf Kosten der Höhenleistung eine nochmals verbesserte Leistung in niedriger Höhe erzielte und so zumindest in niedrigen Flughöhen mit der Fw 190 A gleichziehen konnte.
Um die Spitfire auch in größeren Höhen konkurrenzfähig zu machen, wurde als Notlösung die Spitfire IX aus dem Flugwerk der Spitfire V mit einem Merlin-61-Motor mit Zweistufen-Zweiganglader entwickelt. Der Merlin-61-Motor war aber auf so große Flughöhen ausgerichtet, dass die zunächst in nur geringer Stückzahl hergestellte Spitfire IX in niedrigen und mittleren Höhen immer noch nicht mit der Fw 190 A mithalten konnte. In großen Höhen war die Spitfire IX der Fw 190 A dafür allerdings deutlich überlegen. Erst die Einführung der Spitfire LF IX mit Merlin-66-Motor, gesteigertem Ladedruck und für mittlere Höhen geänderter Auslegung brachte die Spitfire später auf eine vergleichbare Leistung wie die Fw 190 A.
Im weiteren Verlauf des Kriegs wurden die Leistungen der Fw 190 A auch von Mustern wie beispielsweise der Republic P-47, der North American P-51 sowie der Jakowlew Jak-3 erreicht oder übertroffen. Die Höhenleistung der Fw 190 A blieb aufgrund des für mittlere Höhen optimierten BMW-801-Sternmotors unbefriedigend. Die mit dem Jumo 213 A ausgerüstete „Langnase“ Fw 190 D-9 übertraf die Fw 190 A, war aber oberhalb der Volldruckhöhe des Jumo 213 A von 5,5 bis 6,8 km den US-amerikanischen Jägern unterlegen, die wie die P-51D aufgrund des Einsatzes von Zweistufenladern Volldruckhöhen von 7,3 km erreichten oder – wie im Fall der P-47D – aufgrund der Verwendung von Turboladern diesen Wert sogar noch deutlich übertrafen. Da die "Dora 9" aber zunächst hauptsächlich gegen die Verbände der 2nd TAF an der Westfront in niedrigen und mittleren Höhen eingesetzt wurde, war der noch immer bestehende - wenn auch verringerte - Leistungsnachteil in großer Höhe nicht von größerer Bedeutung.
Erst spätere Untervarianten der Fw 190 D sowie die aus der Fw 190 D abgeleitete Ta 152 H hatten dank der mit einem Zweistufen-Dreigang-Lader ausgerüsteten Jumo 213 E/F überlegene Höhenleistungen. Diese Typen wurden wegen der geringen Produktionsrate der Jumo-213-E/F-Motoren allerdings nicht in nennenswerter Stückzahl eingesetzt.
Die Fw 190 D-9 und auch die Ta 152 H wurden oft nicht mehr gegen Bomberverbände bzw. deren Begleitschutz eingesetzt, sondern mussten, als die besten verfügbaren Kolbenjäger, Jagdschutz über den Flugplätzen der Me 262 fliegen, die in der Start- und Landephase besonders verwundbar war.
In Frankreich wurde die Fw 190 A-5 nach 1945 von der SNCASO weitergebaut. Bis 1946 waren insgesamt 64 Stück gefertigt worden, von denen ein Teil nach Argentinien ging. Diese Maschinen trugen die Bezeichnung N 900.

Quelle: Wikipedia