Modellbau im Detail
Flugzeuge
BF 109 E4 A.Galland
Galland führte im Polenfeldzug zunächst eine Staffel Henschel Hs 123 und wurde dann Kapitän der 4. Staffel der II. Gruppe des Lehrgeschwaders 2 (Schlachtflieger) in Heinsberg. Am 1. Oktober 1939 wurde Galland zum Hauptmann befördert. Die Gruppe wurde zur Auffrischung und zur Vorübung mit den Fallschirmjägern nach Braunschweig verlegt. Da Galland die Schlachtfliegerei nicht behagte, betrieb er seine Versetzung zum Jagdgeschwader 27 nach Krefeld. Am 12. Mai 1940 erzielte Galland seine ersten drei Abschüsse gegen Hawker Hurricanes der Royal Air Force über Frankreich. Im Juni 1940 kam Galland als Kommandeur der III. Gruppe zum Jagdgeschwader 26 „Schlageter“. Am 18. Juli wurde Galland zum Major befördert. Kurze Zeit später wurde er zum Kommodore des JG 26 ernannt. Wenige Tage später, am 24. September, meldete Galland seinen 40. Abschuss. In den Reihen der RAF war Galland wegen seines mondänen Lebensstils als „The Fighting Fob“ bekannt. Am 17. November 1940 gelang ihm der Abschuss der Hurricane des Squadron Leaders Manfred Czernin, der dabei verletzt wurde.
Galland trug durch sein Verhalten wesentlich zum Ruf der „Kanaljäger“ bei. So begegnete er in dieser Zeit den abgeschossenen und gefangenen alliierten Jagdfliegern Douglas Bader und Robert Stanford Tuck, die er beide auf seinen Stützpunkt nach St. Omer einlud.
Am 19. November 1941 wurde Galland zum Generalmajor befördert und war damit im Alter von 29 Jahren der bis dahin jüngste General der deutschen Wehrmacht.
Am 22. November 1941 wurde Galland mit der Funktion des Generals der Jagdflieger (vormals Inspekteur der Jagdflieger) betraut, um den verunglückten Werner Mölders zu ersetzen. Unter anderem gelang ihm der Jagdschutz für die Passage der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau sowie des schweren Kreuzers Prinz Eugen durch den Ärmelkanal gegen die Attacken der Royal Air Force (Unternehmen Cerberus).
Nach seinem 94. Luftsieg, am 28. Januar 1942, erhielt er als zweiter Soldat der Wehrmacht die Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Im April 1943 wurde der Prototyp des Düsenjägers Messerschmitt Me 262 erfolgreich getestet. Nach einem Testflug am 22. Mai 1943 beschrieb Galland die Antriebsleistung des Düsenjägers so, „als wenn ein Engel schiebt“. Galland war wie viele andere Offiziere mit Fronterfahrung davon überzeugt, dass dieses Flugzeug dringend zur Verteidigung gegen die immer massiveren Angriffe der 8. Luftflotte der USAAF mit ihren „Fliegenden Festungen“ gebraucht würde. Hitler jedoch wollte die Me 262 als Blitzbomber gegen die zu erwartende alliierte Invasion im Westen verwenden. Mit einer Rücktrittsdrohung setzte Galland das „Kommando Nowotny“ zur Erprobung des Düsenjägers als Jagdflugzeug im Fronteinsatz durch.
Am 11. April 1944 folgte die Ernennung zum Generalleutnant für seine Leistungen als Kommandeur der Jagdfliegerkräfte.
Der Druck auf Galland wurde zunehmend stärker. So warf man ihm vor, sich bei Göring nicht genügend gegen ungerechtfertigte Kriegsgerichtsverfahren gegen junge Kameraden einzusetzen, obwohl er davon Kenntnis hatte.
Ende Januar 1945 kam es nach „unüberwindlichen Differenzen“ zwischen Galland und Hermann Göring zu seiner Ablösung als General der Jagdflieger. Galland erhielt aber auf Drängen Hitlers den Befehl, den „Jagdverband 44“ aufzustellen, der mit Me 262 ausgerüstet werden sollte. Viele der erfolgreichsten deutschen Jagdflieger meldeten sich noch kurz vor der absehbaren Niederlage zu dieser Eliteeinheit.
Galland erlebte das Kriegsende in einem Lazarett in Bayern, nachdem er durch Beschuss eines US-amerikanischen Jägers P-51 Mustang am Bein verletzt worden war. Er wurde von Amerikanern nach England überstellt und verbrachte dort eine zweijährige Kriegsgefangenschaft.
Ab 1948 wurde Galland als Berater der argentinischen Luftwaffe unter dem damaligen Präsidenten Juan Perón engagiert. Sechs Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Industrieberater, außerdem Verwaltungsratsvorsitzender dreier Firmen der allgemeinen Luftfahrt und eines bedeutenden Hubschrauber-Einsatzunternehmens. Aufgrund der Intervention des Oberbefehlshabers der United States Air Forces in Europe wurde Galland nicht – obwohl von Beratern des Amtes Blank gewünscht – als erster Inspekteur der Luftwaffe berufen. Gründe für diese Intervention lagen vor allem in den Bedenken der USAFE bezüglich der Qualifikation Gallands, da er während des Krieges nur Aufgaben innehatte, die nie über die Geschwaderebene hinaus gingen. Auch als General der Jagdflieger hatte er, wenn überhaupt, nur sehr geringen Anteil an der operativen Luftverteidigung des Reichsgebietes. Des weiteren wurden ihm durch die USAFE „strong Neo-Nazi leanings“ („starke neonazistische Tendenzen“) attestiert.
1953 veröffentlichte Galland unter dem Titel Die Ersten und die Letzten seine Autobiografie, die mit über zwei Millionen verkauften Exemplaren ein Bestseller wurde.
Für den 1969 erschienen Kassenerfolg Luftschlacht um England wurde Galland von United Artists als historischer Berater engagiert und war bei den Dreharbeiten dabei.
Quelle: Wikipedia
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