Dioramen des MC-Kettenschaden
Dioramen im Detail
Diorama im Maßstab 1:32: Leuthen-05.12.1757-Ein Wintertag in
Schlesien.
Ein Höhepunkt der Schlacht gegen 15:30 Uhr während des Häuserkampfes
in der Ortsmitte. Das preußische Dritte Gardebataillon unter
Hauptmann v. Möllendorf (der spätere Feldmarschall) beim Einbruch in
den vom fränkischen Regiment von Roth verteidigten Katholischen
Friedhof von Leuthen. Die Franken, unter kaiserlichen-österreichischen
Kommando, verloren auf dem Gelände des Friedhofs über 500 Mann. Tage
nach der Schlacht sammelte sich ein Rest von ca. 23 Mann,
das Regiment hörte de facto auf zu existieren.
und das preußische Dritte Gardebataillon> ...> ...> ...> ...> brach
nach der Erstürmung des Friedhofes noch in die neue, hinter dem
Friedhof durch die Österreicher, aufgestellte Verteidigungslinie ein
und warf die österreichischen Grenadiere aus dem Ort. Das Zweite und
Dritte Gardebataillon verlor zusammen über 500 Mann bei Leuthen und
erhielt sechs Orden Pour le Mérite.
Geschichtlicher Abriss:
Der triumphale Sieg der Preußen bei Roßbach am 05.11.1757 über die
doppelt so starken Franzosen und die Reichsarmee im siebenjährigem
Krieg ( 1756 - 1763), (nach nur eineinhalb Stunden hatte Preußen
gesiegt, 550 Mann hatte der König (man nannte ihn nun von dort an ,,Der
Große") verloren, die Verluste der Gegner waren zehnmal so hoch),
ermutigte Friedrich trotz des Wintereinbruchs die weit überlegenden
Österreicher in Schlesien zu stellen und den Truppen der Österreicher
unter Prinz Karl Alexander von Lothringen das Winterquartier in
Breslau zu verwehren. Damals war es eher unüblich im Winter Feldzüge
durchzuführen. Die Truppen lagen für gewöhnlich im Winterquartier.
Leuthen, ein Dorf in Niederschlesien, in der Nähe von Breslau. In der
Nacht zum 05.12.1757 hatte es leicht geschneit. Der Boden war
gefroren. Nebel lagerte über den schneebedeckten Boden, als sich die
Preußen, 29.000 Mann, mit anbrechendem Tageslicht in Richtung Leuthen
in Bewegung setzten. Die Österreicher, welche zum ersten Mal das freie
Feld zu einer Schlacht gewählt hatten, bezogen auf einer Breite von
fast neun Kilometern mit ca. 66.000 Mann Stellung und ließen die
Preußen quer heranrücken. Als die Österreicher die kleine Scharr der
Preußen zum Angriff anrücken sahen, trauten sie kaum ihren Sinnen.
,,Die Potsdamer Wachparade" nannten sie spottend den Gegner.
Das Schlachtfeld bestand aus einem offenen, flachen Gelände mit Hügeln
im Westen, welches den Preußen durch vorherige Manöver in
Friedenszeiten ausgezeichnet bekannt war.
Die Preußen führten gegen Mittag aus ihrem linken Flügel heraus
Scheinangriffe auf den rechten Flügel der Österreicher, so dass diese
ihre Reserven an diese Stelle beorderten. In der Zeit marschierte der
rechte Flügel als Hauptmacht der Preußen, gedeckt durch das Gelände,
nach Süden und Überraschung durch mangelnde Aufklärung der Österreicher,
tauchte am linken Flügel der Österreicher auf und schwenkte in die schiefe
Schlachtordnung ein. Der rechte Flügel der Preußen stellte nun den
stärksten Teil der Armee da. Mit dieser Formation war es nun dem alten
Fritz gelungen, an einer Stelle trotz einsgesamter Unterzahl die
zahlmäßige Überlegenheit zu gewinnen. Im Zeitalter der Lineartechnik
war er nun in der Lage, seitlich gegen eine Flanke( der linke Flügel
der Österreicher) eine überlegende Anzahl von Musketen
einzubringen. Preußische Ausbildung, gerne Drill genannt, zeigte nun ihre
Früchte.
Niemand vermochte den Bataillonssalven dieser Soldaten standzuhalten.
Die Österreicher konnten dem rollenden und exaktem
Musketenfeuer ( sie feuerten auch während des Vorgehens..
.wie auf dem Exerzierplatz ..,,Potsdamer Wachparade"
und führten unüblicherweise je Bataillon einen Munitionswagen mit vor
Ort), begleitet von Kavallerieangriffen, nicht stand. Einige
Grenadiere verschossen während der Schlacht bis zu 180 Kartuschen, bei
persönlichem Vorrat von 60 Kartuschen dank der mitgeführten
Munitionswagen!
Als der Angriff auf den linken Flügel der Österreicher begann
(insgesamt hatten die Österreicher auf dem Schlachtfeld noch die
zahlmäßige Überlegenheit), war deren Front durch Verzettelung und
Verschiebungen schon so stark durcheinander gebracht, das auch die
Gegenwehr der österreichischen Kavallerie das Vordringen des
preußischen rechten Flügels nicht mehr stoppen konnte. Die
Österreicher wichen auf die Ortsmitte von Leuthen zurück um eine neue
Front zu errichten. Erst vor der Ortsgrenze konnten sie den schiefen
Vorstoß der Preußen in einer ,,Geraden Schlachtordnung" auffangen. Nun
kam es hier gegen 15:30 Uhr zu dem Sturmangriff durch die Garde auf
den katholischen Friedhof von Leuthen. Diese Szene diente mir als Vorlage zu
meinem Diorama.
Eine anschließende Entscheidungssuchende Kavallerieattacke der
Österreicher wurde durch den linken preußischen Kavallerieflügel, die
in Lauerstellung schon darauf warteten, in den Rücken gefallen. Die
zurückgetriebene österreichische Kavallerie brachte die Infanterie der
Österreicher vollauf durcheinander und der weitere Angriff der
preußischen Infanterie vollbrachte den Rest. Am Abend war das
österreichische Heer zerschlagen. Die Preußen verfolgten unter Zieten auch in
der Nacht auf den 06.12.1757 den Gegner unaufhörlich, um die österreichische
Armee größtenteils zu vernichten.
Die Österreicher verdankten die Rettung ihrer restlichen Armee (nahezu
23.000 von 66.000) als Kader ihrer zukünftigen Armee allein dem
Einbruch der Nacht.
Die Verluste beider Seiten waren schwer. Die Österreicher verloren
3.000 Tote, 7.000 Verwundete, über 12.000 Gefangene, 131 Kanonen, 9
Standarten und 46 Fahnen. Die preußischen Gesamtverluste betrugen
6.400 Mann.
Nach der Schlacht lagerten sich die 25.000 erschöpften Kämpfer der
preußischen Armee und sangen den Choral ,,Nun danket alle Gott mit Herzen,
Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden", der
als ,,Choral von Leuthen" in die Geschichte eingegangen ist.
Es war der vollkommenste militärische Sieg im achtzehnten Jahrhundert.
Die Österreicher waren der raschen Entschlusskraft und der Beweglichkeit der Preußen im Ausgleich
ihrer Unterlegenheit nicht gewachsen……….Dank der genialen Führungskunst des Königs.
Napoleon sagte später, dass allein diese Schlacht genügt hätte, Friedrichs Namen unsterblich zu machen………der ,,Mythos Preußen“ fasziniert noch heute………….
Zitate:
,,Es lebe durch des Höchsten Gnade,
der König, der uns schützen kann.
So schlägt er mit der Wachtparade
noch einmal achtzigtausend Mann“
,,Als ging durch alle Glieder der Front ein eisern Niet,
tritt sie vernichtend nieder in Staub, was nicht entflieht,
der Schrecken fegt die Bahnen, wo sie im Herrschritt naht…..“
,,So ein König soll noch kommen, der im Frieden und im Feld uns wie Kinder aufgenommen und es mit Soldaten hält….“
Schlacht um Leuthen 1757
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