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Bonn

Dokumentationsstätte Regierungsbunker!

Regierungsbunker



Haben wir tatsächlich nichts Besseres zu tun, außer Museen zu suchen...aber dem ist nicht so, nein! Denn schließlich bauen wir ja auch noch Modelle...

Dieses Museum hat zwar weniger mit dem Modellbau, dafür aber weit aus mehr mit dem "was wäre wenn..." zu tun! Unweit, ca. 30 Kilometer entfernt von Bonn gelegen, ist dieses einst äußerst geheime Bauwerk, der Ausweichsitz der Verfassungsorgane, schlichtweg der einstige Regierungsbunker, gelegen.
Im Jahre 1962 wurde dieses Bauwerk begonnen, unter für damalige Zeit strengsten Sicherheitsvorkehrungen! Seine Planung reicht bis in die 50er Jahre zurück, federführend hierfür war das Bundesministerium. Nach jahrelanger Standort- wie auch Finanzierungssuche, sind die heute zugänglichen Reste des Atombunkers, welcher eine angenommenen bombensichere Überdeckung von bis zu 110 Metern aufweist, im Ahrtal am Kuxberg gelegen.
Heute noch einsehbar sind ca. 203 Meter der teuersten und geheimsten Bunkeranlage, des einst mit fast schon gigantisch anmutenden Ausmaßen von 17 Kilometern länge!
Der damals unter dem Decknamen entstandene Bunker "Rosengarten", Dienststellenbezeichnung "Dienststelle Marienthal" sollte das Ausharren von 3000 (!) Mitarbeitern für mindestens 30 Tage ermöglichen! Hier wurde bereits im Spannungsfall mit der Evakuierung in den Bunker begonnen, um den Dienstbetrieb reibungslos übernehmen und eine so genannte Notverwaltung des Bundes einrichten und betreiben zu können.
Der vollkommen autark betriebene Bunker sollte gegen Angriffe mit atomaren Waffen schützen. Ob jener auch Volltrefferern standgehalten hätte, denn jenes Projekt war zwar geheim aber sicher nicht geheim zu halten, bleibt fraglich? Denn auch der mögliche Gegner wußte, dass ein "Ausweichsitz" unweit der damaligen Regierungshauptstadt liegen musste. Da geographisch hierfür nur wenige Orte sich eigneten, blieb dem möglichen Gegner also nichts weiter übrig, geeignete Stellen zu überwachen, was somit, aber dazu später mehr, auch geschehen ist.
Von Anfang an in die Planung des 897 (!) Büro- und 936 (!) Schlafräume umfassenden Bunkers involviert, war der damalige Bundeskanzler Adenauer. Die Haupteingänge des Atombunkers sind mit in Sekunden schließenden MAN Toren, welche jeweils 25 (!) Tonnen wiegen, gesichert. Zur Abtrennung einzelner Komplexe gab es insgesamt 25000 (!) Türen!
Im atomaren Verteidigungsfall gab es im Nahbereich an der A61 einen Autobahn- Behlfsflugplatz, welcher 1973 fertig gestellt worde. Die Sendeantennen der Bunkeranlage befanden sich getarnt im nordrhein- westfälischen Kirpsenich.
Alle zwei Jahre wurde dieser gigantische Bunker, welcher mit größter Sicherheit heute auch irgendwo in der Nähe Berlins gebaut wird, beübt. Hierbei befand sich Personal für bis zu dreißig Tage in diesem äußerst beklemmenden Arial. Die letzte Übung. in welcher diese Anlage eine Rolle spielte, wurde 1989 abgehalten. Später gab es ja bekanntlich für dieses Bauwerk keine Verwendung mehr.
Zur Wartung und Instandhaltung wurden Rund um die Uhr 180 Personen benötigt. Auch jene werden ein Argument zur Demontage gewesen sein, ebenso wie die mit ca. 20 Millionen DM veranschlagten jährlichen Betriebskosten!
Zusätzlich zu den geschätzten Baukosten, welche in etwa auf 3 Milliarden DM geschätzt werden, kamen zur Demontage oder auch Rückbau nochmals zusätzliche 16 Millionen Euro hinzu!

Adresse:

Am Silberberg 0 (Null)

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler