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Tiger

Tiger

Panzerkampfwagen VI

Der Panzerkampfwagen VI Tiger war ein schwerer deutscher Panzer, der vom Alleinhersteller Henschel von 1942 bis 1944 gefertigt und von der Wehrmacht ab Spätsommer 1942 eingesetzt wurde. Aufgrund seiner starken Hauptwaffe und des hohen Panzerschutzes war der Tiger einer der kampfstärksten Panzer des Zweiten Weltkrieges. Als schwerwiegender Nachteil galt neben der konventionellen Formgebung ohne geneigte Panzerung die aufwändige Herstellung, seine Untermotorisierung, die geringe Reichweite und eine störanfällige Technik in Verbindung mit einem hohen Instandsetzungsbedarf, welche die Mobilität des Panzers erheblich einschränkte. Dadurch gingen mehr Tiger durch Defekte und Selbstzerstörung als durch direkte Feindeinwirkung verloren. Obwohl die strategische Bedeutung des Tigers mit nur 1350 produzierten Exemplaren gering war, gilt er als einer der bekanntesten Panzer des Krieges.
Trotz seiner Schwächen war der Tiger der deutsche Panzer, dem die Gegner den meisten Respekt entgegenbrachten. Gewöhnlich traten feindliche Panzerfahrzeuge, sobald sie Tiger-Panzer gesichtet hatten, umgehend den Rückzug an. Vor allen bei den Westalliierten führte sein Erscheinen an der Front nicht selten zu panikähnlichen Zuständen. Während der Landung in der Normandie waren Tiger-Einheiten die einzigen deutschen Verbände unterhalb der Divisionsebene, die in den strategischen Lagekarten der Alliierten verzeichnet waren. In einem von General Eisenhower für das Kriegsministerium erstellten Bericht amerikanischer Soldaten schildern diese ausführlich die Überlegenheit des Tigers gegenüber ihren Panzern. Auch Feldmarschall Montgomery war sich bewusst, dass der Tiger einen negativen Einfluss auf die Moral seiner britischen Truppen ausübte. Sein noch heute bestehender „legendäre Ruf“, der den Tiger zu einem der bekanntesten Panzer des Krieges werden ließ, ist aber mehr der damaligen alliierten Berichterstattung sowie der Rezeption der ausländischen Militärliteratur geschuldet als tatsächlich realistisch begründet.