Panzerkampfwagen V Panther
Panzer V
Entwickelt wurde der Panther nach dem Schock des Auftretens des sowjetischen T-34, gegen den die im Jahr 1941 gebräuchlichen Standardmodelle der Panzer III und IV mit ihren kleinkalibrigen bzw. kurzrohrigen Hauptwaffen nur auf gefährlich kurze Distanzen eine Chance zum Abschuss hatten.
Die später verbesserten Produktionsreihen des Panthers (Ausf. A und G) waren dem T-34, der den Hauptausschlag für die Entwicklung des Panthers gegeben hatte, sowohl technisch als auch im Gefechtswert überlegen. Auch wenn einige Fehler am Panther bis zum Ende der Produktion nicht behoben werden konnten, so etwa ein zu schwaches Seitenvorgelege (Untersetzungsgetriebe hinter den Treibrädern vorn), das als einfaches Stirnradgetriebe statt eines aufwändigen Planetengetriebes ausgeführt war, überwogen die Vorteile.
Vorteile des Panthers waren seine sehr starke Kanone, eine hohe Schussfolge sowie seine starke Panzerung an der Frontseite. Der Panther war mit einem Überlagerungslenkgetriebe ausgestattet, das ihm eine sehr gute Manövrierfähigkeit bei geringen Geschwindigkeiten erlaubte. Federung und Dämpfung gelten als die besten aller Panzer des Zweiten Weltkriegs. Der Panther gilt als der erste moderne deutsche Panzer.
Schwächen des Panthers waren seine zu geringe Motorisierung der Turmschwenkanlage (beispielsweise konnte der Turm bei stärkerer Schräglage des Panzers nur noch mit der Hand gedreht werden) sowie seine schwache seitliche Panzerung, weswegen er nach Möglichkeit im Verband mit anderen Panzertypen (Panzer IV) eingesetzt wurde. Auch sein kompliziertes Schachtellaufwerk sorgte für Ausfälle, insbesondere in der Sowjetunion – der zähe Schlamm setzte sich zwischen die Laufräder und konnte über Nacht einfrieren. Die Motoren hatten eine Lebensdauer von 1000 km, die Ketten mussten nach 500 km getauscht werden, die Seitenvorgelege hielten gar nur 150 km. Die damals neuartige Drehstabfederung war ebenfalls nur mit hohem Zeitaufwand zu warten, da Wartungsluken nur auf einer Seite existierten.
Abschließend ist anzumerken, dass der Panther in seiner Ausführung G auch von den Alliierten nach dem Ende des Krieges als „bester mittlerer Kampfwagen“ aller Konfliktparteien bewertet wurde. Die französischen Streitkräfte rüsteten unmittelbar nach dem Krieg mehrere Einheiten mit erbeuteten Panthern aus, bis ein geeigneter Nachfolger beschafft werden konnte. Die Kanone des Panther wurde nach dem Krieg in Frankreich für den leichten Panzer AMX-13 weiter produziert.

